Europa, deine Kinder
Es ist schwierig derzeit die richtigen Worte zu treffen.
Ich möchte nicht spalten, ich möchte Kräfte bündeln und helfen.
Doch was kann ein Hufschmied schon bewirken, auch wenn er der Chef einer kleinen Hilfsorganisation ist?
Der Junge auf dem Bild gehört zu uns. Wir stehen ihm bei.
Die Armut der Kinder ist wachsend in unserer EU.
Die Kinderarmut steigt somit stetig.
Unendliche Recourcen für Tretminen und Bomben stehen bereit.
Krieg kennt kein Limit.
Die Schlange von hungrigen Mäulern an unserer Armenspeisung,
wächst wöchentlich.
Europa, bitte bitte.
Schau doch einmal auch auf deine eigenen Kinder, nur mal ganz kurz.
Ich verlange nicht viel.
Bitte einfach nur entschieden gegen jeden Krieg stellen.
Dort, wo die Bomben niedergehen, da sind die Opfer.
Sie sind unschuldig.
Und wer kümmert sich um die Witwen und die Waisen?
Wo bleiben die Kinder und die Versehrten?
Sie bleiben bei den Hilfsorganisationen.
Ich weiß, wir müssen neutral sein.
Doch was passiert, wenn wir nicht mehr können?
Ich wünsche mir Kinderheime, welche leer stehen,
da man diese nicht benötigt.
Ich wünsche mir heile Schulen mit umgesetztem Bildungsauftrag.
Ich wünsche mir eine kurze Schlange an unserer Suppenküche,
weil alle bereits satt sind!
Die Inflation richtet die kleinen Menschen nieder.
Opfer sind die Schwächsten in der Kette, die Kinder.
Ich bete für ein Wunder, für unser Kinderheim.
Ich hoffe auf Hilfe für unsere Armenspeisung.
Doch die schlechten Nachrichten überschlagen sich gerade.
Die Menschen versuchen sich durch Sparmaßnahmen zu schützen.
Ein Teufelskreis wurde durch Bomben entfacht.
Ab April müssen wir wohl schwere Entscheidungen treffen.
Entscheidungen welche derzeit meinen Schlaf rauben.
Der Spendenrückgang ist ein Genickbruch für unser Kinderheim, den mobilen sozialen Dienst für die Armutkinder, unsere Hospizhilfe und die öffentliche Suppenküche.
Ich habe Angst.
Bitte Frieden,
für uns alle.
Markus Raabe
