Internationale Pferde- und Kinderhilfe

Die einen lieben mich, die anderen hassen mich.

Die Bedeutung dieses Bildes ist nicht sofort zu erkennen.
Gestern wurden die zwei letzten Hündinnen, einer kleinen und abgelegenen Region, von uns kastriert.
Alle Hündinnen dort bekamen regelmäßig Nachwuchs.
Bis zu 280 Welpen pro Jahr.
Einige verstarben in den ersten Tagen.
Einige verendeten an Pavo oder anderen Krankheiten.
Doch so einige überlebten den ständigen Hunger, die Räude und die Gefahren.
Darunter auch viele Hündinnen.
Diese produzierten selbst wiederum viele kleine Welpen.
Einige fanden den Weg in die rumänischen Shelter und vielleicht sind sogar einige in Deutschland.
Aber künftig NICHT mehr.
In diesem Tal wurde gestern ein Teufelskreis zerbrochen.
Dafür sorgte Equiwent AKTIV.
Keine kostenlose Kampagne hätte dort geholfen.
Nein, es müssen aktive Ärzte sein, welche diese Menschen aufsuchen, ansprechen, auffordern, nachbohren und das ständig.
Es ist zeitintensiv und mühselig.
Es ist nicht spektakulär und süße Welpenbilder gibt es dann auch nicht mehr.
Solche Programme fördern Menschen, welche sich ein wenig tiefer mit der Materie beschäftigen.
Effizienter Tierschutz versucht das Elend nicht entstehen zu lassen.
Effizienter Tierschutz möchte eigentlich erst gar nicht ständig erneutes Elend verwalten müssen.
Spendengelder in Verwaltungs – und Verwahrungsstrukturen investieren oder lieber in Prävention investieren?
Elend verhindern ist schlau & günstig – aber nicht spektakulär.
Aufmerksamkeit, Klicks, Likes und Applaus erntet man nicht, wenn man das Elend beseitigt.

Und diese Menschen dort, – diese Menschen wären niemals zu einer Kastrationskampagne gegangen.
Warum nicht? Da sie es nicht können!
Eine kostenlose Kastration in der nächsten Stadt,
ist sinnlos für die abgelegene Landbevölkerung.
Wer geht dort hin und meldet sich an?
Wer fand dazu ,zielgerichtet und passend, die Informationen im Internet?
Ahh, es sind Leute mit Strom, Computer, Internet, Facebook und der Möglichkeit die logistische Herausforderung zu bewältigen.
Sie haben also ein Auto um ihre Hunde anzuliefern und wieder abzuholen.
Sie sind relativ modern und gebildet.
Sie kümmern sich um ihre eigenen Hunde.
Und diese eigenen Hunde produzierten bisher auch keinen Nachwuchs.
Nun gab es eine kostenlose Kastration, prima.
Aber es ändert nichts.
Man kann schön über die Kastration berichten und man kann sich sein nichts verändert zu haben.

Doch die große Anzahl des ständigen Nachwuchses kommt nicht aus der Stadt.
Sie kommt nicht aus den kleinen Gemeinden und auch nicht aus kleinen oder großen Städten.

Über 80% des permanenten Nachwuchses kommt von der abgelegenen Landbevölkerung.
Es bedarf somit keines passiven Kastrationsprogrammes.
Es muss ein aktives Programm sein, welches sich um die Liste II Hunde bemüht.

Was sind Liste II Hunde?
Wo finde ich mehr Informationen?

Hier: https://kastra-partner.de/

Die vier aktivsten Vereine der Kastrapartner -Rumänien:

https://www.freundeskreis-strassenhunde.de

https://www.lichtblick-fuer-pfoten.de

https://www.facebook.com/cosmina.cvoro

Startseite

Danke an die vielen anderen lieben Tierschützer in Rumänien,
welche sich ernsthaft für die Verhinderung von neuem Elend einsetzen.

Es gibt viele gute deutsche aktive Vereine dort. Einige kenne ich vermutlich nicht einmal.
Und die Liste hier müsste eigentlich sehr lang sein. Und diese Vereine fühlen sich durch diesen Artikel nicht angesprochen. Andere werden sich den Schuh wohl anziehen müssen.

Aber die Kastrationsprogramme sämtlicher Hundeschutzvereine,
sollte sich jeder Spender gut anschauen.
Wie sehr wird über die (eigenen ) Kampagnen berichtet?
Wie häufig finden diese statt?
Einmal im Jahr?
Einmal im Monat?
Jeden Tag?
Welche Hunde werden dort kastriert?
Etwa die eigenen Hunde, welche demnächst nach Deutschland vermittelt werden sollen?
Gibt es einen aktiven und organisierten Ablauf,
welcher die produzierenden Hündinnen der Landbevölkerung (Liste II) mit einbindet?

Herzlichst, euer Markus Raabe
Wer gegen den Strom schwimmt, sucht die Quelle.

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